Schmerzen bleiben nach Gelenk-OP

27. Januar 2008

Schmerzen und Schwellungen im Gelenk sind der Hauptgrund für minimal-invasive Knieoperationen. Doch die ursprünglichen Beschwerden bleiben oft auch nach dem Eingriff bestehen.

Statt der operativen Maßnahmen, bei denen der Chirurg Knorpel glättet, loses Gewebe entfernt oder Menisken näht, würde es daher auch genügen, das Gelenk nur zu spülen und auf diese Weise frei schwebende Gewebepartikel zu entfernen. Zu dieser Einschätzung gelangten Wissenschaftler, die im Auftrag der Cochrane Collaboration drei Studien überprüften, die die Erfolge von Knorpelglättung, Spülung und Scheinoperation miteinander verglichen hatten.

Die Untersuchungen mit 271 Patienten waren für alle drei Behandlungsstrategien zu sehr ähnlichen Ergebnissen gekommen, was Beweglichkeit und Schmerzen zwei Jahre nach dem Eingriff betraf. Die operative Knorpelglättung verursachte allerdings in den ersten Wochen deutlich mehr Unbehagen.

Sogar die Schein-OP zeigte großen Erfolg

Studienleiter Wiroon Laupattarakasem von der thailändischen Khon-Kae-Universität sah allerdings bei allen drei Studien Mängel, die ihr Ergebnis möglicherweise verfälschten. So hatten zwei der Arbeiten weniger als 50 Teilnehmer. In der dritten Studie könnte sich ein medizinisches Phänomen bewahrheitet haben: Eine Therapie wirkt, weil der Patient sich das wünscht. So ließe sich der große Erfolg der Placebobehandlung erklären.

Für eine endgültige Beurteilung der arthroskopischen Gelenktherapie müssten sehr viel mehr Patienten mit ganz unterschiedlichen Symptomen, Knorpelschäden und Arthrosestadien untersucht werden, urteilen die Cochrane-Autoren. Auch müssten die verschiedenen OP-Techniken in diesen Studien sauber getrennt werden. Und schließlich sollten nicht nur subjektive Faktoren wie Schmerz und Beweglichkeit abgedeckt sein, sondern auch objektiv nachweisbare, wie etwa der Bedarf an weiterer ärztlicher Behandlung.

Trotz der wenig überzeugenden Ergebnisse der drei vorliegenden Studien will Wiroon Laupattarakasem der operativen Gelenkglättung ihre Berechtigung nicht absprechen. Er empfiehlt orthopädischen Chirurgen aber ein deutlich zurückhaltenderes Vorgehen, als es zurzeit in der Praxis zu beobachten ist. Sein Haupteinwand gegen die Operation ist, dass sie das Fortschreiten einer Arthrose nicht stoppen kann.

Die Studienbewertung ist in der aktuellen Ausgabe der „Cochrane Library“ erschienen.

Gesund trainieren

27. Januar 2008

Bewegung hält schlank, fit und gesund. Mit diesen zehn Tipps machen Sie das Beste aus Ihrem Training.Bewegung hält schlank, fit und gesund. Mit diesen zehn Tipps machen Sie das Beste aus Ihrem Training.

Regelmäßige Bewegung macht fit und schützt vor einer ganzen Reihe von Krankheiten, darunter Herzinfarkt, Schlaganfall und einige Krebsarten. Freizeitsportler profitieren schon von der ersten Minute Bewegung: Ihre Körperwahrnehmung verbessert sich, sie werden belastbarer, Koordinationsvermögen und Kondition steigen. Rückenschmerzen und andere chronische Leiden nehmen ab. Darüber hinaus sinkt der Blutdruck. Auch der Blutzuckerspiegel normalisiert sich.

Am besten schnappen Sie sich also gleich Ihre Sportkleidung und legen los. Damit Ihr Training rundum gesund bleibt, hat die Deutsche Gesellschaft für Sportmedizin und Prävention zehn goldene Regeln zusammengestellt. Klicken Sie sich einfach durch und erfahren Sie, wie Sie sich gesund und fit sporteln!

Euphorie macht nicht glücklich

27. Januar 2008

Glückliche Menschen haben es besser. Aber: Überschäumende Glücksgefühle bringen im Leben weniger Vorteile als eine dauerhaft positive Grundstimmung.

Euphorie macht nicht glücklich

Das „Streben nach Glück“ steht seit mehr als 200 Jahren als verbrieftes Recht in der US-Verfassung. Heutzutage bieten zahlreiche Ratgeber und Seminare Hilfe an für die Maximierung der individuellen Glückseligkeit. Nun legt eine Studie nahe, dass es für ein gutes Leben besser ist, sich mit ein bisschen Glücklichsein zu bescheiden. Vom ständigen Hochgefühl ist der Mensch nämlich schlicht überfordert.

Der Psychologe Ed Diener von der Universität Illinois in Urbana-Champaign und Kollegen der Universitäten von Virginia und Michigan nahmen sich die Weltwertestudie (World Value Survey) vor. Sie beobachtet und bewertet soziale, kulturelle und politische Veränderungen auf der ganzen Welt. Darüber hinaus führten die Wissenschaftler psychologische Tests mit 193 Studenten durch. Sie kamen zu dem Ergebnis, dass diejenigen am besten dran sind, die ihren Glücksstatus im vorderen Mittelfeld ansiedelten, nicht jene, die sich als superhappy bezeichneten.

Wie viel Glück ist genug?

Glück im Sinn eines guten Lebensgefühls ist mit vielen positiven Faktoren verknüpft. Je glücklicher jemand ist, desto mehr Erfolg hat er beruflich und privat. „Glückliche Menschen führen häufiger gute Ehen. Sie sind bei ihren Vorgesetzten beliebter und verdienen besser“, fasst Ed Diener zusammen. Außerdem sind glückliche Menschen gesünder und leben länger als unglückliche. Die Frage, die sich die US-Wissenschaftler jedoch stellten, war: Welches Maß an Glück ist das perfekte Glück?

Sie stellten fest, dass die Testpersonen, die sich auf einer Zufriedenheitsskala mit der Höchstpunktzahl Zehn bewerteten, im Leben weniger gut zurechtkommen als Menschen, die sich eine Acht auf der Skala gaben. Die Oberglücklichen sehen nämlich keinen Grund, ihr Verhalten und ihre Einstellung äußeren Erfordernissen anzupassen. Sie sind weniger flexibel als andere. Das spiegelte sich auch in der Wertestudie: Dort hatten nicht die Topscorer das höchste Einkommen und den größten gesellschaftlichen Einfluss, sondern die Gruppe, die ein, zwei Punkte darunter lag.

Gesunder Mix aus Optimismus und Vernunft

In Beruf und sozialem Umfeld bringt das größte Glücksgefühl wenig. Das galt auch für die akademische Anerkennung der Studenten der Versuchsgruppe. Im Privatleben punkteten allerdings die glücklichsten Studenten: Sie galten als besonders großzügig, hatten die meisten Freunde und die häufigsten Rendezvous.

In puncto Gesundheit geht es den leicht Glücklichen besser als den besonders Glücklichen. Das liegt nach Ansicht von Ed Diener daran, dass sich Letztere kaum Sorgen machen, selbst wenn sie mit einem ernsten Gesundheitsproblem konfrontiert sind. „Glückliche Menschen sind Optimisten. Sie neigen dazu, Krankheitssymptome nicht ernst zu nehmen, erst spät zum Arzt zu gehen und Medikamente nur halbherzig einzunehmen.“ Bei den nicht ganz so Glücklichen halten sich dagegen Optimismus und Realismus die Waage, was letztlich gesünder ist.

Die Studie ist im Fachblatt „Perspectives of Psychological Science“ erschienen.

Kauen ist gesund

16. Juli 2007

Nahrung, die den Zähnen viel Widerstand bietet und so die Kaumuskeln zum Arbeiten zwingt, verbessert die Statur. Zwar nimmt der Body Mass Index (BMI) nicht ab, jedoch setzt sich um die Taille weniger Fett an, also dort, wo es am schädlichsten ist. Das zeigt eine japanische Studie an über vierhundert jungen Frauen.

Selen kann Diabetes fördern

16. Juli 2007

Nahrungszusätze mit Selen können das Risiko für Diabetes vom Typ 2 fördern. Das zeigt eine Studie, die man aufgrund günstiger Befunde an Labortieren mit über tausend Personen in den USA durchgeführt hat.

Gendefekte durch Passivrauchen in der Schwangerschaft

16. Juli 2007

Bei schwangeren Frauen, die nicht rauchen, aber passiv dem Rauch von anderen ausgesetzt sind, hat man ein vierfach höheres Risiko für Genschäden gefunden als bei nicht belasteten Schwangeren. Dadurch steigt das Risiko für Behinderungen bei den Neugeborenen.

Schwanger: Ein Glas pro Tag ist schon zuviel

16. Juli 2007

Eine schwangere Frau sollte keinen Alkohol trinken oder doch wenigstens nicht jeden Tag. Ab einem Glas täglich steigt das Risiko für Untergewicht des Babys und Frühgeburt deutlich an, vor allem im ersten und im letzten Drittel der Schwangerschaft. Das zeigt eine Studie an über siebentausend Frauen in Holland.

Antidepressiva können Knochen schwächen

16. Juli 2007

Medikamente vom Prozac-Typ (SSRI) gegen Depression fördern den Knochenschwund bei älteren Frauen und Männern. Zu diesem Schluss kommen Studien an den Universitäten von Minneapolis und Portland. Fazit: Diese Medikamente sollten nur bei schweren Depressionen verschrieben werden.

Steinzeitdiät gesünder als Mittelmeerdiät

16. Juli 2007

Die Steinzeitdiät, bestehend aus magerem Fleisch, Fisch, Früchten, Blatt- und Wurzelgemüse, Eiern und Nüssen hat in einem Test der schwedischen Universität Lund besser abgeschnitten als die Mittelmeerdiät, bestehend aus Vollkorn, mageren Milchprodukten, Gemüse, Früchten, Fisch, Ölen und Margarine. Die grössten Vorteile der Steinzeitdiät liegen in ihrer günstigen Wirkung auf den Zuckerhaushalt, was Diabetes vorbeugt.

Flüssiges macht eher dick

16. Juli 2007

Es kommt nicht nur auf die Kalorien an, sondern auch auf die Form, in der wir sie zu uns nehmen: In flüssiger Form konsumiert, bremsen sie den Hunger viel weniger als in fester Form. Ein Experiment mit hundertzwanzig Personen in den USA hat gezeigt, dass kalorienreiche Drinks den Energiekonsum um bis zu 19 Prozent steigern können.


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